Papirus-Icon‑Theme erhält erste Aktualisierung seit über einem Jahr – 80+ Icons ergänzt

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Das weit verbreitete Papirus‑Icon‑Theme hat nach einer längeren Pause ein größeres Update bekommen: Die Ausgabe v202608 bringt über 80 neue beziehungsweise überarbeitete Symbole. Der Projektmaintainer Serhii Yeremenko entschuldigt sich für die Verzögerung; die letzte größere Aktualisierung datiert auf Mai 2025.

Warum regelmäßige Icon‑Updates wichtig sind

Ein Icon‑Thema lebt davon, dass es aktuelle Programme, Dateitypen und Desktop‑Applets zuverlässig abdeckt. Neue Anwendungen tauchen auf, bestehende Projekte ändern ihre Bezeichnungen oder Logos, und Desktop‑Umgebungen nutzen immer wieder neue symbolische Varianten. Fehlt an einer Stelle ein passendes Icon, fällt das optische Gesamtbild schnell auf.

Schwerpunkte von v202608

Die jüngste Aktualisierung erweitert die Icon‑Abdeckung in mehreren Bereichen. Insgesamt wurden mehr als 80 Symbole ergänzt oder angepasst; die Änderungen betreffen Anwendungs‑Icons, Spiel‑Symbole, Dateimimetypen sowie überarbeitete Symlinks.

Spiele und Entertainment

Die Palette der Spiel‑Icons wurde deutlich ausgeweitet. Neu oder aktualisiert sind unter anderem Symbole für AssaultCube Reloaded, Black Desert, Cities: Skylines 2, Team Fortress 2 (Classified), Overwatch sowie Hollow Knight: Silksong. Dadurch profitieren vor allem Nutzer, die Spiele über native Launcher oder Wine/Proton laufen lassen und für ein konsistenteres Erscheinungsbild sorgen möchten.

Anwendungen und Entwicklungswerkzeuge

Auch bei Entwickler‑Tools und Desktop‑Anwendungen gab es Ergänzungen. Die Sammlung enthält aktualisierte Icons für IntelliJ IDEA (sowohl Ultimate als auch Community Edition), PyCharm (ebenfalls in beiden Varianten) sowie für den Open‑Source‑Literaturmanager Zotero. Ferner wurden Mimetypen für Kotlin‑Dateien sowie Projekt‑README‑Dateien überarbeitet.

Dateitypen und Programmiersprachen

Das Paket aktualisiert die komplette C‑Familie an Datei‑Icons. Für Quelltextdateien wie .c, .h und .m kommt eine einheitliche Textdarstellung zum Einsatz; die Seiten‑Farben orientieren sich an den offiziellen Logos der jeweiligen Sprachen. Für Objective‑C werden Farbakzente verwendet, um diese von anderen C‑Varianten besser zu unterscheiden. Zusätzlich wurde die Unterstützung für weitere ROM‑Formate ergänzt, etwa jene, die von Nintendo‑DS‑Emulatoren genutzt werden.

Desktop‑Spezifika und Symlinks

Verschiedene Änderungen betreffen Desktop‑spezifische Symlinks, die dafür sorgen, dass passende Symbole in unterschiedlichen Umgebungen angezeigt werden. Nutzer von Cinnamon, LXQt und Xfce sollen hiervon profitieren. Bei Xfce wurden Symlinks so angepasst, dass Icons für WhiskerMenu, Notes, den System‑Tray und das XKB‑Panel‑Applet besser gefunden werden.

Installation unter Ubuntu und Co.

Das Update steht auf GitHub zum Download bereit. Für manuelle Installation lässt sich das entpackte Icon‑Verzeichnis in das Benutzer‑Icon‑Verzeichnis verschieben, zum Beispiel:

~/.local/icons

Wer Ubuntu, Linux Mint oder eine ähnliche Distribution verwendet, kann die Installation bequem über das Papirus‑PPA vornehmen. Das PPA bietet Pakete für Ubuntu 20.04 LTS bis einschließlich 26.04 LTS an. Die üblichen Befehle lauten:

sudo add-apt-repository ppa:papirus/papirus
sudo apt install papirus-icon-theme

Nach der Installation lässt sich das Theme systemweit aktivieren. Unter GNOME Shell empfiehlt sich die GNOME Tweaks‑App, die sich mit sudo apt install gnome-tweaks nachrüsten lässt; andere Desktop‑Umgebungen bieten meist eigene Einstellungsdialoge zur Wahl des Icon‑Themas.

Begrenzung bei Sandboxed‑Apps

Ein wichtiger Hinweis betrifft Sandbox‑Formate wie Snap oder Flatpak: Solche Anwendungen holen sich nicht immer automatisch das System‑Icon‑Theme. In diesen Fällen kann es nötig sein, zusätzliche Integrationsschichten oder Thema‑Pakete für Flatpak/Snap zu installieren, damit die Schriftbild‑ und Icon‑Konsistenz auch in sandboxed Apps erreicht wird.

Fazit

Mit Version v202608 zeigt Papirus, dass das Projekt weiterhin aktiv gepflegt wird – trotz längerer Pausen. Die Erweiterung um mehr als 80 neue oder überarbeitete Icons verbessert die Abdeckung für Spiele, Entwicklungswerkzeuge, Dateitypen und Desktop‑Applets. Für Anwender, die Wert auf ein konsistentes Desktop‑Aussehen legen, ist das Update eine lohnende Aktualisierung.

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