{"id":279,"date":"2026-08-14T08:37:20","date_gmt":"2026-08-14T08:37:20","guid":{"rendered":"https:\/\/linuxfokus.de\/?p=279"},"modified":"2026-08-14T08:37:20","modified_gmt":"2026-08-14T08:37:20","slug":"hermes-auf-dem-raspberry-pi-betreiben-und-vom-laptop-per-remote-gateway-steuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linuxfokus.de\/hermes-auf-dem-raspberry-pi-betreiben-und-vom-laptop-per-remote-gateway-steuern\/","title":{"rendered":"Hermes auf dem Raspberry Pi betreiben und vom Laptop per Remote-Gateway steuern"},"content":{"rendered":"<p>Hermes ist ein lokaler Agenten-Stack, der sich sowohl auf kleinen Einplatinenrechnern als auch auf Desktop-PCs nutzen l\u00e4sst. Eine sinnvolle Arbeitsweise ist, das eigentliche Hermes\u2011Backend dauerhaft auf einem Raspberry Pi laufen zu lassen und von einem Laptop \u00fcber Hermes Desktop per Remote\u2011Gateway darauf zuzugreifen. So bleibt das Pi\u2011System immer verf\u00fcgbar f\u00fcr geplante Jobs, w\u00e4hrend der Laptop nur als Bedienoberfl\u00e4che dient. Nachfolgend die wichtigsten Schritte und Hinweise f\u00fcr die Einrichtung.<\/p>\n<h2>Warum Raspberry Pi als Always\u2011On\u2011Backend?<\/h2>\n<p>Ein Raspberry Pi eignet sich als \u201ealways\u2011on\u201c-Knoten: geringe Leistungsaufnahme, Platz f\u00fcr Agenten, Speicher, Jobs und Werkzeuge. Durch das Auslagern des Backends bleiben die Agenten vom prim\u00e4ren Laptop getrennt \u2014 das erh\u00f6ht die Kontrolle \u00fcber lokale Systemzugriffe und erm\u00f6glicht geplante oder lang laufende Abl\u00e4ufe, auch wenn der Laptop ausgeschaltet ist.<\/p>\n<h2>Vorbereitungen: Umgebungsvariablen f\u00fcr Authentifizierung<\/h2>\n<p>Hermes verwendet Basic\u2011Auth\u2011Zugangsdaten f\u00fcr das Dashboard bzw. die Verbindung vom Desktop. Legen Sie im Hermes\u2011Konfigurationsverzeichnis auf dem Raspberry Pi (~\/.hermes\/.env) mindestens diese drei Eintr\u00e4ge an:<\/p>\n<pre><code>HERMES_DASHBOARD_BASIC_AUTH_USERNAME=admin\nHERMES_DASHBOARD_BASIC_AUTH_PASSWORD=YOUR_STRONG_PASSWORD\nHERMES_DASHBOARD_BASIC_AUTH_SECRET=YOUR_RANDOM_SECRET<\/code><\/pre>\n<p>Ersetzen Sie YOUR_STRONG_PASSWORD und YOUR_RANDOM_SECRET durch sichere Werte. Das Secret sollte zuf\u00e4llig und lang genug sein; ein Passwortgenerator oder Schl\u00fcsselwerkzeug hilft dabei. Diese Zugangsdaten ben\u00f6tigt sp\u00e4ter Hermes Desktop, um sich mit dem Pi\u2011Backend zu verbinden.<\/p>\n<h2>Backend starten: hermes serve<\/h2>\n<p>Auf dem Raspberry Pi startet das Backend mit dem Befehl:<\/p>\n<pre><code>hermes serve --host 0.0.0.0 --port 9119<\/code><\/pre>\n<p>Dieser Prozess ist ein headless Backend; er stellt keine Browser\u2011UI bereit. Hermes Desktop kommuniziert mit diesem Dienst \u00fcber HTTP(S) auf dem angegebenen Port. Solange der Prozess l\u00e4uft, kann Hermes Desktop verbinden und die auf dem Pi verwalteten Agenten, Jobs, Memory\u2011Daten und Tools benutzen.<\/p>\n<p>Pr\u00fcfen Sie lokal auf dem Pi, dass auf Port 9119 ein Listener aktiv ist (z. B. mit ss oder netstat), bevor Sie versuchen, sich vom Laptop zu verbinden.<\/p>\n<h2>Hermes Desktop installieren<\/h2>\n<p>Hermes bietet ein offizielles Installationsskript f\u00fcr die Desktop\u2011Komponente. Auf dem Laptop gen\u00fcgt der folgende, vom Projekt bereitgestellte Einzeiler:<\/p>\n<pre><code>curl -fsSL https:\/\/hermes-agent.nousresearch.com\/install.sh | bash<\/code><\/pre>\n<p>W\u00e4hrend der Installation werden Konfigurationsoptionen angeboten, etwa die Auswahl eines Terminal\u2011Backends (lokal, Docker, SSH etc.). Diese Auswahl betrifft, wie Hermes Shell\u2011Zugriffe auf Zielsysteme ausf\u00fchrt, ist aber unabh\u00e4ngig von der Remote\u2011Gateway\u2011Konfiguration, die sp\u00e4ter die Verbindung zum Raspberry Pi herstellt. F\u00fcr das vorgestellte Setup kann die Standardeinstellung beibehalten werden.<\/p>\n<h2>Remote\u2011Gateway in Hermes Desktop einrichten<\/h2>\n<p>Starten Sie Hermes Desktop und \u00f6ffnen Sie die Einstellungen. Unter dem Punkt &#8222;Gateway&#8220; w\u00e4hlen Sie die Remote\u2011Gateway\u2011Option und tragen als Remote\u2011URL die IP\u2011Adresse (oder den Hostnamen) des Raspberry Pi mit dem Port ein, z. B.:<\/p>\n<pre><code>http:\/\/raspberrypi.local:9119<\/code><\/pre>\n<p>Nach dem Speichern verbindet sich Hermes Desktop mit dem entfernten Backend. Die Desktop\u2011App agiert dann als Bedienoberfl\u00e4che f\u00fcr den Hermes\u2011Server auf dem Pi; Modellauswahl oder andere serverseitige Einstellungen werden dabei vom Backend \u00fcbernommen, sofern Desktop keine lokale Modellkonfiguration \u00fcberschreibt.<\/p>\n<h2>Daemonisierung: Hermes als systemd\u2011Dienst<\/h2>\n<p>Damit Hermes auf dem Pi automatisch beim Systemstart l\u00e4uft und nicht jedes Mal manuell gestartet werden muss, empfiehlt sich ein systemd\u2011Service. Legen Sie eine Datei wie \/etc\/systemd\/system\/hermes-server.service an und definieren Sie dort die wichtigsten Unit\u2011Eigenschaften: Abh\u00e4ngigkeit vom Netzwerk, Benutzer unter dem der Dienst laufen soll (z. B. pi), Pfad zur Environment\u2011Datei (~\/.hermes\/.env) und den ExecStart\u2011Befehl, der hermes serve mit Host und Port ausf\u00fchrt. Achten Sie darauf, den Pfad zum Hermes\u2011Binary korrekt anzugeben (z. B. \/home\/pi\/.local\/bin\/hermes).<\/p>\n<p>Nach dem Anlegen der Service\u2011Datei laden Sie systemd neu und aktivieren den Dienst sofort:<\/p>\n<pre><code>sudo systemctl daemon-reload\nsudo systemctl enable --now hermes-server\nsudo systemctl status hermes-server<\/code><\/pre>\n<p>Mit dieser Konfiguration startet das Hermes\u2011Backend automatisch bei jedem Boot und bleibt nach Abst\u00fcrzen dank Restart\u2011Optionen wieder aktiv.<\/p>\n<h2>Sicherheits\u2011 und Netzwerkhinweise<\/h2>\n<ul>\n<li>Sch\u00fctzen Sie die im .env definierten Basic\u2011Auth\u2011Zugangsdaten. Verwenden Sie starke Passw\u00f6rter und ein zuf\u00e4lliges Secret.<\/li>\n<li>Wenn Sie das Backend nur im lokalen Netzwerk nutzen wollen, ist es ausreichend, den Port intern freizugeben. \u00d6ffnen Sie Ports im Router nur, wenn Sie Remote\u2011Zugriff \u00fcber das Internet ben\u00f6tigen und sichern Sie die Verbindung (z. B. mit einem SSH\u2011Tunnel oder VPN).<\/li>\n<li>Hermes Desktop verbindet sich als Client mit dem Backend; achten Sie darauf, dass das Backend keine unn\u00f6tigen Systemrechte erh\u00e4lt. Auf dem Pi sollten nur die notwendigen Verzeichnisse und Nutzerberechtigungen gesetzt sein.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Praxisfazit<\/h2>\n<p>Die Kombination aus einem immer laufenden Hermes\u2011Backend auf dem Raspberry Pi und Hermes Desktop auf dem Laptop bietet eine flexible und praktikable L\u00f6sung f\u00fcr lokale KI\u2011Agenten\u2011Workflows. Sie trennt Ausf\u00fchrung und Bedienung, erm\u00f6glicht geplante Aufgaben und reduziert die Risiken, die entstehen, wenn Agenten direkt auf einem prim\u00e4ren Arbeitsrechner laufen. Die Einrichtung ist technisch \u00fcberschaubar: .env\u2011Konfiguration, hermes serve\u2011Start, Desktop\u2011Installation und optional systemd\u2011Automatisierung reichen aus, um in wenigen Schritten produktiv zu arbeiten.<\/p>\n<p>Wenn Sie tiefer einsteigen, lohnt sich das Testen von Netzwerk\u2011Szenarien (lokal vs. extern), das Absichern des Zugangs und das Anpassen von Nutzerrechten auf dem Pi. Hermes bleibt dabei die Schnittstelle zwischen lokalen Modellen, Tools und den Agenten, w\u00e4hrend der Laptop vor allem die Steuerung und Interaktion \u00fcbernimmt.<\/p>\n<aside class=\"lfem-source-box\"><strong>Quelle:<\/strong> <a href=\"https:\/\/feed.itsfoss.com\/link\/24361\/17414747\/hermes-desktop-remote-gateway\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer external\">It&#039;s FOSS<\/a><br \/><small>LinuxFokus hat den verlinkten Originalartikel als Recherchegrundlage ausgewertet und daraus einen eigenst\u00e4ndigen deutschsprachigen Beitrag erstellt. F\u00fcr vollst\u00e4ndige Prim\u00e4rdetails gilt die Originalquelle.<\/small><\/aside>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Hermes l\u00e4sst sich ein immer laufendes Agenten-Backend auf einem Raspberry Pi betreiben und von einem Laptop aus \u00fcber Hermes Desktop steuern. Der Artikel erkl\u00e4rt, wie man das Backend auf dem Pi startet, die Desktop-Installation vornimmt, das Remote-Gateway konfiguriert und den Dienst per systemd dauerhaft betreibt.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":280,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ocean_front_end_style_editor":"no","ocean_post_layout":"","ocean_both_sidebars_style":"","ocean_both_sidebars_content_width":0,"ocean_both_sidebars_sidebars_width":0,"ocean_sidebar":"","ocean_second_sidebar":"","ocean_disable_margins":"enable","ocean_add_body_class":"","ocean_shortcode_before_top_bar":"","ocean_shortcode_after_top_bar":"","ocean_shortcode_before_header":"","ocean_shortcode_after_header":"","ocean_has_shortcode":"","ocean_shortcode_after_title":"","ocean_shortcode_before_footer_widgets":"","ocean_shortcode_after_footer_widgets":"","ocean_shortcode_before_footer_bottom":"","ocean_shortcode_after_footer_bottom":"","ocean_display_top_bar":"default","ocean_display_header":"default","ocean_header_style":"","ocean_center_header_left_menu":"","ocean_custom_header_template":"","ocean_custom_logo":0,"ocean_custom_retina_logo":0,"ocean_custom_logo_max_width":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_width":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_width":0,"ocean_custom_logo_max_height":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_height":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_height":0,"ocean_header_custom_menu":"","ocean_menu_typo_font_family":"","ocean_menu_typo_font_subset":"","ocean_menu_typo_font_size":0,"ocean_menu_typo_font_size_tablet":0,"ocean_menu_typo_font_size_mobile":0,"ocean_menu_typo_font_size_unit":"px","ocean_menu_typo_font_weight":"","ocean_menu_typo_font_weight_tablet":"","ocean_menu_typo_font_weight_mobile":"","ocean_menu_typo_transform":"","ocean_menu_typo_transform_tablet":"","ocean_menu_typo_transform_mobile":"","ocean_menu_typo_line_height":0,"ocean_menu_typo_line_height_tablet":0,"ocean_menu_typo_line_height_mobile":0,"ocean_menu_typo_line_height_unit":"","ocean_menu_typo_spacing":0,"ocean_menu_typo_spacing_tablet":0,"ocean_menu_typo_spacing_mobile":0,"ocean_menu_typo_spacing_unit":"","ocean_menu_link_color":"","ocean_menu_link_color_hover":"","ocean_menu_link_color_active":"","ocean_menu_link_background":"","ocean_menu_link_hover_background":"","ocean_menu_link_active_background":"","ocean_menu_social_links_bg":"","ocean_menu_social_hover_links_bg":"","ocean_menu_social_links_color":"","ocean_menu_social_hover_links_color":"","ocean_disable_title":"default","ocean_disable_heading":"default","ocean_post_title":"","ocean_post_subheading":"","ocean_post_title_style":"","ocean_post_title_background_color":"","ocean_post_title_background":0,"ocean_post_title_bg_image_position":"","ocean_post_title_bg_image_attachment":"","ocean_post_title_bg_image_repeat":"","ocean_post_title_bg_image_size":"","ocean_post_title_height":0,"ocean_post_title_bg_overlay":0.5,"ocean_post_title_bg_overlay_color":"","ocean_disable_breadcrumbs":"default","ocean_breadcrumbs_color":"","ocean_breadcrumbs_separator_color":"","ocean_breadcrumbs_links_color":"","ocean_breadcrumbs_links_hover_color":"","ocean_display_footer_widgets":"default","ocean_display_footer_bottom":"default","ocean_custom_footer_template":"","ocean_post_oembed":"","ocean_post_self_hosted_media":"","ocean_post_video_embed":"","ocean_link_format":"","ocean_link_format_target":"self","ocean_quote_format":"","ocean_quote_format_link":"post","ocean_gallery_link_images":"on","ocean_gallery_id":[],"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[272,276,136,275,273,274,106],"class_list":["post-279","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-linux-news","tag-hermes","tag-hermes-desktop","tag-linux","tag-local-ai","tag-raspberry-pi","tag-remote-gateway","tag-systemd","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=279"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/279\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/280"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=279"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=279"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=279"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}