{"id":229,"date":"2026-08-14T08:18:57","date_gmt":"2026-08-14T08:18:57","guid":{"rendered":"https:\/\/linuxfokus.de\/?p=229"},"modified":"2026-08-14T08:18:57","modified_gmt":"2026-08-14T08:18:57","slug":"upgrade-auf-linux-mint-22-3-schritt-fuer-schritt-sicher-aktualisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linuxfokus.de\/upgrade-auf-linux-mint-22-3-schritt-fuer-schritt-sicher-aktualisieren\/","title":{"rendered":"Upgrade auf Linux Mint 22.3: Schritt f\u00fcr Schritt sicher aktualisieren"},"content":{"rendered":"<p>Linux Mint 22.3 (Codename Zena) kann von den Versionen 22, 22.1 und 22.2 direkt aktualisiert werden. Das Upgrade ist in der Regel schnell und unkompliziert, vorausgesetzt, Sie treffen einige Vorbereitungen: ein System\u2011Snapshot, das Aktualisieren von Erweiterungen (Spices) und das Sicherstellen, dass das Paket <code>mint-upgrade-info<\/code> auf dem ben\u00f6tigten Stand ist. Im Folgenden finden Sie eine kompakte Anleitung mit typischen Stolperfallen und den passenden Probleml\u00f6sungen.<\/p>\n<h2>1. Systemabbild anlegen: Warum Timeshift zuerst<\/h2>\n<p>Bevor Sie ein gr\u00f6\u00dferes Systemupgrade starten, sollten Sie einen Wiederherstellungspunkt anlegen. Linux Mint liefert daf\u00fcr Timeshift mit, mit dem sich ein Snapshot des Systems erstellen l\u00e4sst. Falls w\u00e4hrend des Upgrades etwas schiefgeht, erlaubt ein solches Abbild, das System auf den vorherigen Zustand zur\u00fcckzusetzen.<\/p>\n<p>So gehen Sie vor: Starten Sie Timeshift \u00fcber das Anwendungsmen\u00fc, folgen Sie dem Einrichtungsassistenten und erstellen Sie einen Snapshot. W\u00e4hlen Sie f\u00fcr die Sicherung einen Speicherort mit ausreichend freiem Platz. Ein Snapshot ist vor allem dann hilfreich, wenn Kernel-, Grafik- oder Desktop-Komponenten betroffen sind und ein Rollback n\u00f6tig wird.<\/p>\n<h2>2. Vorbereitungen im Desktop: Cinnamon\u2011Spices aktualisieren<\/h2>\n<p>Falls Sie die Cinnamon\u2011Edition nutzen und Spices wie Applets, Desklets, Extensions oder Themes installiert haben, aktualisieren Sie diese vor dem Upgrade. Die Pflege der Spices erfolgt \u00fcber die System Settings. Damit verhindern Sie Inkonsistenzen zwischen installierten Erweiterungen und der neuen Systemversion.<\/p>\n<p>Auch sollten Sie im Update Manager pr\u00fcfen, ob Updates f\u00fcr das Paket <code>mintupdate<\/code> oder f\u00fcr <code>mint-upgrade-info<\/code> verf\u00fcgbar sind, und diese gegebenenfalls zuerst installieren. F\u00fcr das Upgrade auf 22.3 ist <code>mint-upgrade-info<\/code> in der Version 1.3.0 oder h\u00f6her erforderlich.<\/p>\n<h2>3. Das Upgrade durchf\u00fchren: Schritt f\u00fcr Schritt<\/h2>\n<p>Das eigentliche Upgrade l\u00e4uft \u00fcber den Update Manager. \u00d6ffnen Sie diesen und klicken Sie auf \u201eRefresh\u201c, damit neue Paketinformationen eingelesen werden. Falls Updates f\u00fcr <code>mintupdate<\/code> oder <code>mint-upgrade-info<\/code> angezeigt werden, f\u00fchren Sie diese Aktualisierungen zuerst durch.<\/p>\n<p>Starten Sie anschlie\u00dfend die Systemaktualisierung \u00fcber den Men\u00fcpunkt <em>Edit \u2192 Upgrade to Linux Mint 22.3 Zena<\/em> im Update Manager. Folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm. Wenn w\u00e4hrend des Vorgangs gefragt wird, ob Konfigurationsdateien beibehalten oder ersetzt werden sollen, w\u00e4hlen Sie <strong>ersetzen<\/strong>. Das verhindert, dass alte Konfigurationen inkompatible Einstellungen zur\u00fcckbringen.<\/p>\n<p>Nach Abschluss des Upgrades starten Sie den Rechner neu, damit alle Komponenten in der neuen Version aktiv sind.<\/p>\n<h3>Hinweis: Upgrade nicht verf\u00fcgbar?<\/h3>\n<p>Wenn die Option zum Upgrade nicht erscheint, pr\u00fcfen Sie zun\u00e4chst die Version von <code>mint-upgrade-info<\/code> \u2014 sie muss 1.3.0 oder h\u00f6her sein. Starten Sie danach den Update Manager neu, indem Sie ihn erneut aus dem Anwendungsmen\u00fc aufrufen. Es kann vorkommen, dass ein Spiegelserver (Mirror) die neue Paketversion noch nicht verteilt hat. In einem solchen Fall k\u00f6nnen Sie vor\u00fcbergehend auf die Standard\u2011Repositorys umschalten, bis die aktuellen Informationen verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<h2>4. Typische Probleme und schnelle L\u00f6sungen<\/h2>\n<p>Ein seltenes, aber bekanntes Problem nach einem Upgrade ist, dass man sich nicht mehr einloggen kann. Wenn Sie nicht in die grafische Sitzung zur\u00fcckkehren, wechseln Sie in eine virtuelle Konsole mit <code>Ctrl+Alt+F2<\/code> und melden Sie sich dort an. Falls ein Screensaver\u2011Prozess die Anmeldung blockiert, k\u00f6nnen Sie ihn beenden. Bei Cinnamon lautet der Befehl <code>killall cinnamon-screensaver<\/code>, bei MATE <code>killall mate-screensaver<\/code>. Mit <code>Ctrl+Alt+F7<\/code> kehren Sie anschlie\u00dfend zur grafischen Sitzung zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Diese Ma\u00dfnahme hilft in F\u00e4llen, in denen der Bildschirmsperrer h\u00e4ngen geblieben ist. Sie sollten sie allerdings nur im Notfall anwenden, wenn normale Anmeldeversuche scheitern.<\/p>\n<h2>5. Besonderheit f\u00fcr Cinnamon\u2011Nutzer: Men\u00fc nach dem Upgrade zur\u00fccksetzen<\/h2>\n<p>F\u00fcr die Cinnamon\u2011Edition gab das Team bekannt, dass das Hauptmen\u00fc \u00fcberarbeitet wurde. Um eine Mischung aus alten und neuen Einstellungen zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Men\u00fckonfiguration nach dem Upgrade zur\u00fcckzusetzen.<\/p>\n<p>Vorgehen: Upgrade durchf\u00fchren, Rechner neu starten und wieder einloggen. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Cinnamon\u2011Men\u00fc, w\u00e4hlen Sie \u201eConfigure\u2026\u201c, \u00f6ffnen Sie das Einstellungsmen\u00fc (Burger\u2011Icon oben rechts) und klicken Sie auf \u201eReset to defaults\u201c. Dadurch werden Men\u00fceinstellungen auf die von der neuen Version vorgesehenen Standardwerte zur\u00fcckgesetzt und Inkonsistenzen vermieden.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Das Upgrade auf Linux Mint 22.3 ist gut vorbereitet und in vielen F\u00e4llen schnell erledigt, wenn Sie vorher einen Snapshot mit Timeshift anlegen und vorhandene Spices aktualisieren. Achten Sie darauf, dass <code>mint-upgrade-info<\/code> mindestens in Version 1.3.0 vorliegt, und aktualisieren Sie zuerst die Pakete <code>mintupdate<\/code> und <code>mint-upgrade-info<\/code> im Update Manager. Im Problemfall helfen die beschriebenen Rettungsma\u00dfnahmen, etwa das Beenden h\u00e4ngender Screensaver\u2011Prozesse oder das Umstellen auf die Standard\u2011Repositorys.<\/p>\n<p>Wenn Sie diese Schritte befolgen, steht einem reibungslosen \u00dcbergang auf Linux Mint 22.3 in der Regel nichts im Wege.<\/p>\n<aside class=\"lfem-source-box\"><strong>Quelle:<\/strong> <a href=\"https:\/\/blog.linuxmint.com\/?p=4980\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer external\">The Linux Mint Blog<\/a><br \/><small>LinuxFokus hat den verlinkten Originalartikel als Recherchegrundlage ausgewertet und daraus einen eigenst\u00e4ndigen deutschsprachigen Beitrag erstellt. F\u00fcr vollst\u00e4ndige Prim\u00e4rdetails gilt die Originalquelle.<\/small><\/aside>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Linux Mint 22.3 (Zena) l\u00e4sst sich direkt von 22, 22.1 und 22.2 aktualisieren. Dieser Artikel erkl\u00e4rt vorbereitende Ma\u00dfnahmen, den eigentlichen Upgrade-Ablauf und Hinweise f\u00fcr den Notfall \u2014 inklusive Snapshot, Aktualisierung von Cinnamon\u2011Spices und Troubleshooting bei gesperrten Sitzungen.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":230,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ocean_front_end_style_editor":"no","ocean_post_layout":"","ocean_both_sidebars_style":"","ocean_both_sidebars_content_width":0,"ocean_both_sidebars_sidebars_width":0,"ocean_sidebar":"","ocean_second_sidebar":"","ocean_disable_margins":"enable","ocean_add_body_class":"","ocean_shortcode_before_top_bar":"","ocean_shortcode_after_top_bar":"","ocean_shortcode_before_header":"","ocean_shortcode_after_header":"","ocean_has_shortcode":"","ocean_shortcode_after_title":"","ocean_shortcode_before_footer_widgets":"","ocean_shortcode_after_footer_widgets":"","ocean_shortcode_before_footer_bottom":"","ocean_shortcode_after_footer_bottom":"","ocean_display_top_bar":"default","ocean_display_header":"default","ocean_header_style":"","ocean_center_header_left_menu":"","ocean_custom_header_template":"","ocean_custom_logo":0,"ocean_custom_retina_logo":0,"ocean_custom_logo_max_width":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_width":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_width":0,"ocean_custom_logo_max_height":0,"ocean_custom_logo_tablet_max_height":0,"ocean_custom_logo_mobile_max_height":0,"ocean_header_custom_menu":"","ocean_menu_typo_font_family":"","ocean_menu_typo_font_subset":"","ocean_menu_typo_font_size":0,"ocean_menu_typo_font_size_tablet":0,"ocean_menu_typo_font_size_mobile":0,"ocean_menu_typo_font_size_unit":"px","ocean_menu_typo_font_weight":"","ocean_menu_typo_font_weight_tablet":"","ocean_menu_typo_font_weight_mobile":"","ocean_menu_typo_transform":"","ocean_menu_typo_transform_tablet":"","ocean_menu_typo_transform_mobile":"","ocean_menu_typo_line_height":0,"ocean_menu_typo_line_height_tablet":0,"ocean_menu_typo_line_height_mobile":0,"ocean_menu_typo_line_height_unit":"","ocean_menu_typo_spacing":0,"ocean_menu_typo_spacing_tablet":0,"ocean_menu_typo_spacing_mobile":0,"ocean_menu_typo_spacing_unit":"","ocean_menu_link_color":"","ocean_menu_link_color_hover":"","ocean_menu_link_color_active":"","ocean_menu_link_background":"","ocean_menu_link_hover_background":"","ocean_menu_link_active_background":"","ocean_menu_social_links_bg":"","ocean_menu_social_hover_links_bg":"","ocean_menu_social_links_color":"","ocean_menu_social_hover_links_color":"","ocean_disable_title":"default","ocean_disable_heading":"default","ocean_post_title":"","ocean_post_subheading":"","ocean_post_title_style":"","ocean_post_title_background_color":"","ocean_post_title_background":0,"ocean_post_title_bg_image_position":"","ocean_post_title_bg_image_attachment":"","ocean_post_title_bg_image_repeat":"","ocean_post_title_bg_image_size":"","ocean_post_title_height":0,"ocean_post_title_bg_overlay":0.5,"ocean_post_title_bg_overlay_color":"","ocean_disable_breadcrumbs":"default","ocean_breadcrumbs_color":"","ocean_breadcrumbs_separator_color":"","ocean_breadcrumbs_links_color":"","ocean_breadcrumbs_links_hover_color":"","ocean_display_footer_widgets":"default","ocean_display_footer_bottom":"default","ocean_custom_footer_template":"","ocean_post_oembed":"","ocean_post_self_hosted_media":"","ocean_post_video_embed":"","ocean_link_format":"","ocean_link_format_target":"self","ocean_quote_format":"","ocean_quote_format_link":"post","ocean_gallery_link_images":"on","ocean_gallery_id":[],"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[159,187,136,157,186,129],"class_list":["post-229","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-linux-news","tag-cinnamon","tag-howto","tag-linux","tag-linux-mint","tag-timeshift","tag-upgrade","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/229","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=229"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/229\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/230"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=229"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=229"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/linuxfokus.de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=229"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}