Arch Linux: NVIDIA-Treiber 590 beendet Pascal‑Support — Umstieg auf ‚open‘-Pakete

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Arch Linux hat den Paketbestand für NVIDIA‑Treiber an den Wechsel auf Treiberversion 590 angepasst. Der Treiber selbst unterstützt seit Version 590 keine Pascal‑GPUs (GTX 10xx) mehr; damit sind betroffene Systeme von einem nicht mehr ladbaren proprietären Treiber betroffen, wenn ein Upgrade ohne Vorbereitung durchgeführt wird. Arch reagiert darauf, indem die Hauptpakete auf Varianten mit Open Kernel Modules umgestellt werden.

Worum genau geht es?

Mit dem Upgrade auf die Treiberversion 590 entfällt die Unterstützung für Pascal‑GPUs (GTX 10xx) und alle älteren Architekturen. Arch Linux ersetzt im Haupt-Repository die bisherigen Paketnamen wie nvidia, nvidia-dkms und nvidia-lts durch die jeweiligen „open“-Varianten: nvidia-open, nvidia-open-dkms und nvidia-lts-open. Diese Umstellung betrifft die Distributionsepakete; die Pakumnamen im System werden beim nächsten Upgrade entsprechend angepasst.

Welche Auswirkungen hat das auf Anwender?

Wenn Systeme mit Pascal-, Maxwell- oder noch älteren Karten aktualisiert werden, lädt der neue Treiber nicht mehr. Praktische Folge kann ein fehlerhaftes oder fehlendes grafisches Desktop‑Environment sein, weil der Kernel‑Treiber nicht verfügbar ist. Nutzer solcher älterer Karten müssen deshalb vor oder während des Upgrades aktiv eingreifen, damit die Grafik weiterhin funktioniert.

Wer muss handeln — und wie?

Arch Linux gibt klare Vorgaben für betroffene Nutzer: Wer eine GTX‑10xx‑Serie (Pascal) oder eine noch ältere GPU besitzt, soll auf den proprietären Legacy‑Zweig wechseln, um weiterhin Treiberunterstützung zu erhalten. Konkret bedeutet das:

  • Deinstallation der offiziellen Pakete nvidia, nvidia-lts oder nvidia-dkms.
  • Installation des Legacy‑Pakets nvidia-580xx-dkms, das aus dem AUR bezogen werden kann.

Arch weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Schritte nötig sind, um den Support für Pascal und ältere Karten zu behalten. Ohne Umstieg auf die Legacy‑Variante wird der Treiber nicht geladen.

Welche Karten sind nicht betroffen?

Nutzer mit Turing‑GPUs (20xx‑Serie) sowie Besitzer von Karten wie der GTX 1650 und neuer müssen in der Regel nichts unternehmen: Diese GPUs werden beim Upgrade automatisch auf die neuen „open“-Kernelmodul‑Pakete überführt und benötigen keine manuelle Intervention.

Auswirkungen auf LTS‑Kernel und DKMS

Auch die Pakete für LTS‑Kernel werden angepasst. Das Paket nvidia-lts wechselt auf nvidia-lts-open. Entsprechende DKMS‑Variante wird ebenfalls umbenannt (nvidia-dkmsnvidia-open-dkms). Für Anwender, die bereits DKMS verwenden, ändert sich damit primär der Paketname im System‑Repository; Nutzer älterer Hardware müssen jedoch, wie oben beschrieben, zum Legacy‑DKMS‑Paket aus dem AUR wechseln.

Praktische Hinweise für das Vorgehen

Arch Linux empfiehlt, die erforderlichen Schritte rechtzeitig durchzuführen, damit ein System‑Upgrade nicht zu einem nicht geladenen NVIDIA‑Treiber führt. Nutzer älterer Karten sollten vor dem Massenupgrade prüfen, ob sie das Legacy‑Paket installiert haben. Da die Legacy‑Variante über das AUR verfügbar ist, ist für die Installation ein manueller Schritt erforderlich.

Für Turing‑ und neuere Karten entfällt dieser Mehraufwand; hier sorgt die Distribution beim Upgrade für die Umstellung auf die „open“‑Pakete.

Fazit

Die Umstellung auf Treiberversion 590 und die gleichzeitige Migration der Arch‑Pakete zu „open“‑Varianten ist ein signifikanter Schritt für Anwender älterer NVIDIA‑Grafikkarten. Besitzer von GTX‑10xx‑Karten und älteren Modellen müssen aktiv auf den Legacy‑Zweig wechseln (nvidia-580xx-dkms aus dem AUR) oder sonst mit einem nicht ladbaren Treiber und einer potenziell beschädigten grafischen Oberfläche rechnen. Nutzer modernerer Karten profitieren dagegen von einer automatischen Migration ohne manuelle Eingriffe.

Wenn Sie betroffen sind: prüfen Sie Ihren GPU‑Typ und planen Sie den Paketwechsel rechtzeitig, um Ausfallzeiten zu vermeiden.

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